Ich bin ein Untertitel in Varennes-en-Argonne
In Varennes hing am Abend des 21. Juni 1791 die Rettung des Königs und seiner Familie von einer Viertelstunde und rund hundert Metern ab.
Am 21. Juni gegen 23 Uhr fahren zwei Kutschen in das schlafende Varennes ein: ein Kabriolett mit den Kammerfrauen der Königin, Madame Brunier und Madame de Neuville, sowie eine riesige Berline mit der königlichen Familie und der Erzieherin der Kinder Frankreichs. Sie sind am selben Tag um 2.30 Uhr von Paris aufgebrochen. Diese allzu langsame Reise hat Unvorsichtigkeiten, Nachlässigkeiten und Verzögerungen gehäuft.
Im zwischen den Flüchtenden vereinbarten Szenario spielt die Erzieherin, Madame de Tourzel, die Baronin von Korff. Marie-Antoinette ist Madame Rochet, Erzieherin der Kinder von Frau von Korff. Louis-Charles, der als Mädchen verkleidete Dauphin, ist Aglaé. Marie-Thérèse, Madame Royale, ist Amélie. Madame Elisabeth, die Schwester des Königs, ist die Hofdame.
Eine halbe Stunde hinter ihnen verfolgen sie Drouet und Guillaume, die glauben, sie an der Poststation von Sainte-Menehould erkannt zu haben.
Jean-Baptiste Drouet ist Postmeister in Sainte-Menehould. Er glaubt, wie er selbst in seinem Bericht schildern wird, „die Züge der Königin“ erkannt zu haben, ebenso wie den König selbst, dessen Profil auf den Assignaten abgebildet ist.
Guillaume, genannt „La Hure“, ist Angestellter der Distriktverwaltung. Wie Drouet hat er in Versailles bei einem Dragonerregiment gedient, und wie dieser kennt er die Wege und Abkürzungen der Gegend sehr genau.
Der Pferdewechsel war ursprünglich am Eingang von Varennes vorgesehen, doch aus Sicherheitsgründen bringt man die Pferde zum Gasthaus Grand Monarque, im Schutz der Brücke, die sich leicht verbarrikadieren lässt.
Die Reisenden, die von dieser Änderung nicht unterrichtet wurden, halten im oberen Teil von Varennes vor dem Haus von Monsieur de Bigault de Préfontaine, ehemaliger Verwalter der Güter des Prinzen von Condé im Clermontois. Sie verlieren eine halbe Stunde mit vergeblichem Suchen. Weder Husaren noch Pferdewechsel sind zu finden.
Währenddessen holen Drouet und Guillaume die Kutschen ein und dringen in die Stadt ein, wo sie Alarm schlagen.
Schließlich willigen die Postillione ein, bis zum Grand Monarque weiterzufahren, wo der König den Pferdewechsel zu finden hofft. Die Kutschen fahren hinunter in den unteren Teil der Stadt und legen etwas mehr als zweihundert Meter zurück, bis zum Torbogen, wo man auf sie wartet …
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